Beiträge mit dem Schlagwort: Adventskalender

Z wie …

Zoologie

Die Archäozoologie beschäftigt sich mit der Studie („logos“) der alten („archaeos“) Tierknochen („zoon“), die bei Grabungen gefunden wurden. Unter Tierknochen verstehen wir alle Körperteile eines Tieres, also auch Zähne, Hörner und Knochen. Die Archäozoologie behandelt alle Tiere: Wirbel- und wirbellose Tiere, Insekten, Parasiten, Mollusken, Fische usw. Dank der Untersuchungen auf den Knochen können Informationen wie Tierarten und Verarbeitungsmethoden erforscht werden. Tierknochen werden vermehrt in und um Siedlungen gefunden, da sie als Speisenreste liegen gelassen wurden. In einem kultischen Rahmen können die Tierknochen auf Opfer oder Kultmahlzeiten gedeutet werden.

Lange wurden die Tierknochen in der Forschung nicht beachtet, bsd. in der klassischen Archäologie (= Griechen und Römer), die sich hauptsächlich mit Kunst beschäftigte. Mittlerweile wissen wir, dass die Studie der Knochen ein wichtiger Bestandteil der Archäologie geworden ist. Die Archäozoologie ist nicht mit der Paläontologie gleichzustellen, da letzteres nur fossilisierte Knochen bearbeitet.

Die Knochen werden gezählt, nach Tierart sortiert und dann qualitativ sortiert. Hier können bis zu komplette Skelette wieder zusammengesetzt werden. All diese Informationen können für die Domestikation aufschlussreich sein aber auch indirekt Auskunft über die Umwelt geben: welche Pflanzen wuchsen in der Umgebung und wie war das Klima in dieser Zeit.

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Tierknochen  © Monamy

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V wie …

Vermittlung

Unter Vermittlung verstehe ich jede Art Wissen zu vermitteln und dennoch auf einem wissenschaftlichen Niveau zu bleiben. Die Kunst besteht darin das fachliche Wissen der jeweiligen Zielgruppe anzupassen. Die Sprache und die Themen, die bei der Vermittlung verwendet wird, sollte ans Alter und dem Wissensstand der Zielgruppe so angepasst werden, dass der Inhalt gleich bleibt aber verständlicher vermittelt werden kann.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sein Wissen zu vermitteln: Vorträge, science slam , Rätselrallyes, Ausstellungen in Museen, Themenführungen durch Ausstellungen oder direkt auf einem Fundort und antike Kochkurse um nur einige zu nennen. Grössere Museen greifen öfters zu dieser Art Wissensvermittlung zurück, wie z.B. Carnuntum und seine Gladiatorenspiele. Hierfür werden reenactment Gruppen gebucht. Oder auch Kinderworkshops werden angeboten, um den Kleinsten auf spielerische Art Wissen weiterzugeben.

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Science Islam 2017 im Wiener Metropol

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U wie …

Unterwasser Archäologie

Die Unterwasserarchäologie beschäftigt sich mit allen archäologischen Funden und Befunden, die unter Wasser gefunden werden. Unterwasser bedeutet auf dem Grund von Meeren, Seen und Flüssen, Brunnen und  Höhlen. Alles was unter Wasser gefunden wird (antike Schiffswracks und Ruinen) sind durch die UNESCO „Konvention zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser“ geschützt.

Um unterwasser arbeiten  und Forschungen betreiben zu können, gibt es zwei Methoden: Einerseits werden Archäologen zu Tauchern ausgebildet, die nicht nur unterwasser schwimmen sondern auch arbeiten können; und andererseits kann es sein, dass ein abgegrenztes Gebiet trockengelegt werden muss, um es besser und sinnvoller auszugraben und zu bergen. So wurde z.B. der bekannte Hafen von Haithabu trocken gelegt, um ein Handelsschiff zu bergen.

Außer im Falle von Plünderungen liefert ein sinkendes Schiff eine intakte Ladung. Keine andere Dokumentationsquelle kann ein so genaues Bild der Handelsströme aus der Antike oder neueren Perioden vermitteln.

 

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T wie …

T-Rex

T-Rex, der wohl bekannteste Dinosaurier, steht hier für alle Dinosaurier! Heute ein eher kurzer Beitrag, da wir Archäologen einfach keine Dinos ausgraben! Ich wollte es einfach mal los werden!!!!

Es gibt ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Archäologen Dinosaurier ausgraben – das machen wir nicht! Wir überlassen das den Paläontologen. Die Archäologie ist die Erforschung der menschlichen Vergangenheit (siehe dazu meinen Beitrag A wie Archäologie), und es besteht eine ungefähre Lücke von 64 Millionen Jahren zwischen dem Aussterben der Dinosaurier und der menschlichen Evolution.

Wer es auf eine musikalische Art erklärt bekommen möchte, der möge sich bitte folgen Song anhören: We don’t do dinosaurs

NoDinos

gefunden auf Pinterest

 

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S wie …

Scherben

Eine Scherbe ist ein Bruchstück eines Tongefässes. Eigentlich bezeichnet das Wort Scherbe nur den Bruch eines Keramikgegenstandes. Also ein Gefäß aus Ton oder Porzellan. Manchmal wird auch gebrochenes Glas als Scherbe angesehen. Scherben werden in Unmengen bei Ausgrabungen gefunden.

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Nach dem Waschen trocknen die Scherben in der Sonne (Sirkeli, Türkei) © Monamy

Der prähistorische Mensch hat seit dem Paläolithikum Terrakotta-Objekte für einen nicht-nutzbringenden Zweck geformt (Tierstatuetten wie Bären, Löwen, Nashörner, Pferde und Frauen, die als Venus bezeichnet werden), aber die Jägern und Sammlern in Asien begannen bereits damals, Keramik für das Kochen von Lebensmitteln zu formen, zehn Jahrtausende bevor die Landwirtschaft entstand, die traditionell mit der Neolithischen Revolution und der Notwendigkeit der Lagerung verbunden war.

Aufgrund ihrer Fülle und guten Erhaltung sind Scherben unverzichtbare Funde für die Datierung der archäologischen Befunde bzw. Schichten, von denen sie stammen. Sie sind auch Zeugen vieler menschlicher Aktivitäten, die wir parallel zu anderen Untersuchungsmethoden verstehen können.

Ziegel, Fliesen, Rohre, Geschirr, Amphoren, Gefäße, Urnen, Waagen, Öllampen, Skulpturen…. Keramik ist eines der häufigsten Materialien, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden. Keramik bricht leicht, so dass sie häufig ausgetauscht wurde. Die Scherben, praktisch unveränderlich, erreichen uns nahezu unversehrt, unabhängig von den Lagerbedingungen.

Diese Massen von Scherben, erfordern eine sehr strenge methodische Behandlung. Die Fragmente werden gewaschen, sortiert, inventarisiert, wieder zusammengesetzt, gezeichnet und untersucht. Die Formen der Keramik, die verwendeten Materialien, die Dekorationen und die Techniken variieren mit der Zeit und dem Ort. Die Formen lassen sich auch an sehr kleinen Fragmenten erkennen: Ihre Krümmung zeigt an, ob sie aus einem Krug, einem Topf oder einem Teller stammen.

Kanne

Fragment einer Kanne (Sirkeli, Türkei) © Monamy

Scherben bringen Glück! Aber nur den Archäologen…. 😉

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Q wie …

Quellen

Woher wissen wir so vieles über unsere Vorfahren?  Quellen helfen uns in diesem Fall weiter. Was sind Quellen? Quellen sind „alle Texte,  Gegenstände oder Tatsachen,  aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen werden kann“. So definiert der deutsche Historiker Paul Kirns (1890 -1965) den Begriff Quelle  in seiner „Einführung in die Geschichtswissenschaft. Natürlich muss die Forschungsrichtung bzw. das Forschungstehema des jeweiligen Forschers berücksichtigen,  denn es können andere Definitionen hinzugefügt werden. Sekundärliteratur sind keine Quellen. Diese sind moderne Fachliteratur. Eine Quelle wäre z.B die Tontafel 4644 aus der Yale Babylonian Collection, worauf einige Rezepte aus der Zeit von Hammurabi zu lesen sind. Sekundärliteratur sind alle Abhandlungen zu dieser Tontafel wie Übersetzungen,  Kommentare oder Analysen zum Inhalt.

Für meinen Bereich der Essgewohnheiten in der Antike gibt es verschiedene Arten von Quellen: Texte und Inschriften für Mesopotamien und das Römische Reich (Rezepte oder sogar Kochbücher, Rationenlisten, Lieferlisten an den Palast,  usw…), archäologische Befunde wie Müllgruben (mit Essensreste oder Küchenabfälle), Kochinstallationen (Feuerstelle, Küchen usw…) oder Funde (zum Unterschied zwischen Funde und Befunde siehe meinen Beitrag zum Thema „Grabung) wie Töpfe (ganz oder zerbrochen), bildliche Darstellungen von Festen oder Essensszenen (Wandmalereien aus Pompeji oder die Wandreliefs in den assyrischen Palästen), Gefässe aber auch verkohlte Samenreste, die Dank der Archäobotanik analysiert werden können.

All diese Informationen aus verschiedenen Quellen ermöglichen uns mehr oder weniger genaueren Blick in antike Kochtöpfe werfen zu können!

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Gefangene bekommen Essen,  Neuassyrisches Reich

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P wie …

Pfahlbauten

Pfahlbauten sind Holzbauten, die auf Pfählen gebaut wurden.  Sie befinden sich in der Nähe von Flüssen oder Seen aber auch Sümpfe und Meere. Pfahlbauten kommen immer in Verbindung mit Wasser vor. Man kennt sie auch unter dem Begriff „Seeufersiedlung“ oder „Palafite“. 

Pfahlbauten gibt es seit der Steinzeit bis in die Gegenwart. Besonders im Alpenraum (Frankreich,  Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien) sind viele dokumentiert. Diese datieren in die die Zeit zwischen dem 5. und dem 1. Jh. v. Chr..  Heutzutage begegnet man sie eher in Südostasien, wo sie in Hotelanlagen oder als Restaurants zu sehen sind, oder in Südamerika und Neuguinea.

Die Pfahlbauten aus der Vor- und Frühgeschichte standen nicht im Wasser sondern in dessen unmittelbarer Nähe. Erst mit dem Anstieg des Wasserspiegels wurden sie überflutet. 

Warum wurde die Bauweise bevorzugt? Archäologen erkennen drei Gründe für diese Holzbauten:

  1. Die Bauten wurden in der Nähe von Wasser gebaut. Die Gefahr einer Überschwemmung waren Realität. Mit erhöhten Wohnbauten schützten die Menschen sich und ihre Güter.
  2. Die Menschen sammelten und produzierten lebensnotwendige Vorräte und Alltagsgegenstände. Besonders die Lebensmittel zogen Raubtiere an. Die Pfahlbauten waren ein Schutz vor Tieren,  die nicht durch einfache Leitern auf die erhöhten Plattformen steigen konnten.
  3. Diese einfachen Leitern bestanden meistens aus einem langen Stamm, in dem Einkerbungen für die Füße geschnitzt wurden. Auch für Menschen war der Weg hinauf nicht einfach. Wer keinen unerwünschten Besuch haben wollte,  konnte die Leiter einfach hinaufziehen. Die Pfahlbauten waren auch gegen benachbarten (eventuell verfeindeten) Menschen ein Schutz.

Die ersten Pfahlbauten wurden 1853 im Zürichersee entdeckt. 2011 wurden 111 steinzeitlichen Pfahlbausiedlungen aus der Schweiz,  Deutschland, Frankreich, Österreich, Italian und Slowenien auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes registriert. 56 fundorte liegen in der Schweiz! 

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Lac de Chalain © Monamy

Leider sind die Fundorte in Frankreich (lac de Chalain und lac de Clairvaux) nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Lediglich ein verrostete Schild weist auf eine steinzeitliche Siedlung hinter einem hohen Zaun hin.  Dafür kann ich das Pfahlbautenmuseum in Unteruhldingen am Bodensee jedem ans Herz legen. Die nachgebauten Häuser geben einen sehr guten Eindruck, wie sie damals errichten wurden.  In Österreich sind in Seewalchen, am Mondsee und am Attersee viele Stationen am Ufer mit Erklärungen für Besucher aufgestellt worden. Auch Taucher können unter Wasser zwischen nachgebauten Pfahlbauten schwimmen.

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Pfahlbauten in Unteruhldingen © Monamy

 

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N wie …

Neolithische Revolution

Jäger und Sammler sind je nach Jahreszeit gewandert und lebten ein rein nomadisches Leben. Mit der Zeit lernten sie Getreide zu pflanzen und domestizierten Tiere. Doch so gegen 12.000 v. Chr. begann ein Umbruch in der Geschichte des Menschen: Er entschied sich sesshaft zu werden und veränderte somit für immer die Art zu Leben,  seine Kommunikation und auch unsere Essgewohnheiten!

Die Gründe für diese Veränderung sind noch nicht endgültig erforscht. Archäologen diskutieren noch immer wieso der Mensch sich dieser drastischen Entwicklung unterzog. Sie ebnete den Weg zur Zivilisation mit der Entstehung von Dörfer, die Entdeckung der Schrift und in weiterer Folge die Gründung von Städte und Reiche. Eine Erklärung könnte sein, dass der Mensch immer mehr Tiere für Nahrung hielt. Dies schränkt ihn in seiner Bewegung ein, genauso wie der Transport von älteren oder kränkelnden Menschen und Kinder.

Die Landwirtschaft und der Ackerbau wurden mit großer Wahrscheinlichkeit zuallererst im Nahen Osten betrieben. Die Neolithische Revolution fand aber sicherlich nicht über Nacht statt! Sie dauerte über Jahrhunderte an. Bestimmt ging gleichzeitig an verschiedenen Orten eine Veränderung vor sich.

Durch die Sesshaftwerdung stieg die Bevölkerung,  durch die Landwirtschaft konnten mehr hungrige Bäuche gefüllt werden. Aber die Menschen wurden von der Ernte abhängig,  die selbst vom Wetter beeinflusst wurde. Missernten und Hungersnöte sind neue Phänomene, mit denen der Mensch  lernen musste umzugehen. Weitere Veränderungen sind im Skelett der menschen erkennbar: die Körpergröße nimmt ab und die Lebenserwartung sank durch Krankheiten und Epidemien.

Auch in der Organisation dern Menschen hat sich vieles verändert: ein kristallisierte sich eine zentrale Entscheidungskraft und ungleiche soziale Schichten wurden erkennbar. Unsere Gesellschaft war geboren….

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Urgetreide     ©Monamy

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M wie …

Mumie

Eine Mumie ist die Überreste eines Menschen oder eines Tieres, die vor der Verwesung geschützt wurde. Dieser Schutz kann sowohl gewünscht sein (Mumifizierung) oder zufällig bzw. von selbst auf natürlichem Weg passieren (Mumifikation). Eine Mumie entsteht wenn die Zerstörung durch Bakterien, Insekten und Selbstauflösung abgestorbener Körperzellen (Autolyse) unterbunden werden kann.

Bei der Mumifikation muss die Umgebung entweder sehr trocken sein, oder ständig mit Luft durchströmt sein, damit die Feuchtigkeit verdunstet, oder konstant unter dem Gefrierpunkt sein oder auch ziemlich säurehaltig, wie in einem Moor. Beispiele für Mumifikation sind „Ötzi“, der „Tollund-Mann“ und Mumien von Guanajuato. Sie datieren in verschiedene Epochen von der Steinzeit bis in die Gegenwart und finden sich auf fast alle Kontinente.

Die Mumifizierung wird vom Menschen künstlich hergestellt. Dafür werden die Organe  entfernt und der Körper einbalsamiert. Am besten bekannt sind die ägyptische Leichen von Menschen und Tieren, auch wenn es in vielen anderen Kulturen ebenfalls Mumien gab: „xaxo“ auf den kanarischen Inseln, die in Ziegenfellen eingenäht wurden,  oder die in sitzender Position eingewickelte Menschen in Peru, oder auch die buddhistischen Mönche in Japan, die Selbstmumifizierung praktizierten. 

Mumien faszinieren noch heute, wie die Fülle an Romanen zeugt. 1827 erschien das Buch „The Mummy“ und diente als Vorlage für unzählige Verfilmungen, in denen Mumien auch Untote genannt werden. 

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Babymumie aus Peru – Archäologie-online.de

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L wie …

Luftbildarchäologie

Unter dem Begriff Luftbildarchäologie versteht man einerseits die Beobachtung aus der Höhe von archäologischen Bodenstörungen (Mauern, Bewuchsmerkmale usw…) und andererseits die Aufnahmen von archäologischen Fundstellen aus der Luft. Diese Aufnahmen können entweder durch Flugzeuge, Hubschrauber, Ballone oder Satelliten aufgenommen werden. Neuerdings werden auch Drohnen eingesetzt.

Um einen geeigneten Ort für eine Forschungsgrabung auszusuchen, werden im Vorfeld Luftbilder gemacht und ausgewertet. Dann folgt eine Landbegehung (auch Prospektion genannt) und erst anschließend wird das genaue Grabungsgebiet vermessen und abgesteckt.

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Bodenbeschaffenheit und Bodenbewuchs – Wikipedia

Aber auch um Anzeichen von Veränderungen (Witterungsbedingt oder durch Menschen zerstört) bei Bodendenkmäler kommt die Luftbildarchäologie zum Zug. Da wir in Europa immer öfter sehr trockene Sommer haben, nutzen Archäologen die Luftbildarchäologie um neue noch im Boden verborgene Fundorte zu entdecken. Ein Beispiel dafür wurde viel in den Medien diskutiert: Deutschland. Auch wie das Getreide wächst, sagt uns was darunter im Boden sein könnte. mit Hilfe der Luftbildarchäologie kann man sich ein besseres Bild machen.

 

Die Luftbildarchäologie ist eher zufällig entstanden: bei einer Militärübung 1906 über Salisbury (England) wurde ein Leutnant vom Wind abgetrieben und überflog Stonehenge. Geistesgegenwärtig richtete er seine Kamera auf den Steinkreis und machte Photos!

 

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