Beiträge mit dem Schlagwort: Datierung

D wie …

Dendrochronologie!

Der Begriff Dendrochronologie kommt aus dem griechischen „dendron“ Baum, „chronos“ Zeit und „logos“ Wissenschaft. Die Dendrochronologie befasst sich somit mit dem Alter der Bäume. Die Wissenschaft wird auch Baumringdatierung oder Jahresringforschung genannt.

Mit dieser Methode kann das Alter eines Baumes an Hand der Ringe erfasst werden. Jedes Jahr entsteht ein neuer Ring im Baumstamm. Je breiter der Ring desto besser waren die Wachstumsbedingungen. In schlechten Jahren (zu feucht oder zu trocken) sind die Ringe enger aneinander.

Leonardo da Vinci und Montaigne sollen die Jahresringe schon erwähnt haben. Und 1737 wurden die Jahresringe im Zusammenhang mit Geschichte genannt. erst im 20. Jh. kam es in der Dendrochronologie zum Durchbruch. die Vermessung der Jahresringe wurde in Diagramme eingetragen. Diese Datensammlung beinhaltete die Abfolge von schmalen und breiten Jahresringen von verschiedenen alten Bäumen, die sich aber zeitlich überlappten. So entstand die sogenannte „crossdating“-Methode, die auch das Alter abgestorbener und verbauten Bäumen ermöglicht. Für jede Baumart wird eine eigene Datierung erstellt.

Für einige Regionen kann eine lückenlose Jahresringtabelle für die letzten 10.000 Jahre erstellt werden, wie z.B. Eiche in Mitteleuropa.

In der Archäologie können mit dieser Methode Holzobjekte datiert werden. Besonders bei den Pfahlbauten oder Holzkonstruktionen ist diese Methode sehr hilfreich.

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C wie …

 

14C-Datierung

Unter 14C-Datierung oder 14C versteht man eine Methode oder ein Verfahren, das die Datierung kohlenstoffhaltiger Materialien ermöglicht. Diese Datierungsmöglichkeit wird auch Radiokarbon oder Radiokohlenstoffdatierung genannt. Zeitlich können insbesondere organische Materialien zwischen 300 und 60.000 Jahren datieren.

Ich möchte nicht zu tief in Details gehen, aber diese Datierungsmethode beruht auf die Menge der radioaktiven 14C-Atomen in einem gestorbenen Organismus. Diese radioaktiven 14C-Atomen nehmen ab dem Moment der Absterbens ab (auch bekannt unter Zerfallsgesetz in der Physik). Bei lebenden Organismen ist diese Datierung nicht möglich, das sie andauernd Kohlenstoff aus ihrer Umwelt aufnehmen.

Diese Datierungsmöglichkeit wird hauptsächlich in der Archäologie und da speziell in der Archäobotanik (Wissenschaft, die ich mit Pflanzen und ihre Geschichte durch pflanzlichen Funden in der Archäologie befasst. Sie hilft die Fauna einer Epoche zu rekonstruieren) und in der Quartärforschung angewandt. Erfunden und entwickelt wurde sie vom Chemie-Nobelpreisträger Willard Libby.

Die 14C-Datierung misst also die 14C-Atomen in einem abgestorbenen organischem Material. Das Ergebnis ist eine Zeitspanne, die uns ein ungefähres Alter des untersuchten Material geben kann.  

Ein gutes bildliches Beispiel habe ich hier gefunden: https://m.tagesspiegel.de/wissen/altersbestimmung-lineal-fuer-die-vergangenheit/7272440.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

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