Beiträge mit dem Schlagwort: Domestikation

Z wie …

Zoologie

Die Archäozoologie beschäftigt sich mit der Studie („logos“) der alten („archaeos“) Tierknochen („zoon“), die bei Grabungen gefunden wurden. Unter Tierknochen verstehen wir alle Körperteile eines Tieres, also auch Zähne, Hörner und Knochen. Die Archäozoologie behandelt alle Tiere: Wirbel- und wirbellose Tiere, Insekten, Parasiten, Mollusken, Fische usw. Dank der Untersuchungen auf den Knochen können Informationen wie Tierarten und Verarbeitungsmethoden erforscht werden. Tierknochen werden vermehrt in und um Siedlungen gefunden, da sie als Speisenreste liegen gelassen wurden. In einem kultischen Rahmen können die Tierknochen auf Opfer oder Kultmahlzeiten gedeutet werden.

Lange wurden die Tierknochen in der Forschung nicht beachtet, bsd. in der klassischen Archäologie (= Griechen und Römer), die sich hauptsächlich mit Kunst beschäftigte. Mittlerweile wissen wir, dass die Studie der Knochen ein wichtiger Bestandteil der Archäologie geworden ist. Die Archäozoologie ist nicht mit der Paläontologie gleichzustellen, da letzteres nur fossilisierte Knochen bearbeitet.

Die Knochen werden gezählt, nach Tierart sortiert und dann qualitativ sortiert. Hier können bis zu komplette Skelette wieder zusammengesetzt werden. All diese Informationen können für die Domestikation aufschlussreich sein aber auch indirekt Auskunft über die Umwelt geben: welche Pflanzen wuchsen in der Umgebung und wie war das Klima in dieser Zeit.

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Tierknochen  © Monamy

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N wie …

Neolithische Revolution

Jäger und Sammler sind je nach Jahreszeit gewandert und lebten ein rein nomadisches Leben. Mit der Zeit lernten sie Getreide zu pflanzen und domestizierten Tiere. Doch so gegen 12.000 v. Chr. begann ein Umbruch in der Geschichte des Menschen: Er entschied sich sesshaft zu werden und veränderte somit für immer die Art zu Leben,  seine Kommunikation und auch unsere Essgewohnheiten!

Die Gründe für diese Veränderung sind noch nicht endgültig erforscht. Archäologen diskutieren noch immer wieso der Mensch sich dieser drastischen Entwicklung unterzog. Sie ebnete den Weg zur Zivilisation mit der Entstehung von Dörfer, die Entdeckung der Schrift und in weiterer Folge die Gründung von Städte und Reiche. Eine Erklärung könnte sein, dass der Mensch immer mehr Tiere für Nahrung hielt. Dies schränkt ihn in seiner Bewegung ein, genauso wie der Transport von älteren oder kränkelnden Menschen und Kinder.

Die Landwirtschaft und der Ackerbau wurden mit großer Wahrscheinlichkeit zuallererst im Nahen Osten betrieben. Die Neolithische Revolution fand aber sicherlich nicht über Nacht statt! Sie dauerte über Jahrhunderte an. Bestimmt ging gleichzeitig an verschiedenen Orten eine Veränderung vor sich.

Durch die Sesshaftwerdung stieg die Bevölkerung,  durch die Landwirtschaft konnten mehr hungrige Bäuche gefüllt werden. Aber die Menschen wurden von der Ernte abhängig,  die selbst vom Wetter beeinflusst wurde. Missernten und Hungersnöte sind neue Phänomene, mit denen der Mensch  lernen musste umzugehen. Weitere Veränderungen sind im Skelett der menschen erkennbar: die Körpergröße nimmt ab und die Lebenserwartung sank durch Krankheiten und Epidemien.

Auch in der Organisation dern Menschen hat sich vieles verändert: ein kristallisierte sich eine zentrale Entscheidungskraft und ungleiche soziale Schichten wurden erkennbar. Unsere Gesellschaft war geboren….

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Urgetreide     ©Monamy

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