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Mumie

Eine Mumie ist die Überreste eines Menschen oder eines Tieres, die vor der Verwesung geschützt wurde. Dieser Schutz kann sowohl gewünscht sein (Mumifizierung) oder zufällig bzw. von selbst auf natürlichem Weg passieren (Mumifikation). Eine Mumie entsteht wenn die Zerstörung durch Bakterien, Insekten und Selbstauflösung abgestorbener Körperzellen (Autolyse) unterbunden werden kann.

Bei der Mumifikation muss die Umgebung entweder sehr trocken sein, oder ständig mit Luft durchströmt sein, damit die Feuchtigkeit verdunstet, oder konstant unter dem Gefrierpunkt sein oder auch ziemlich säurehaltig, wie in einem Moor. Beispiele für Mumifikation sind „Ötzi“, der „Tollund-Mann“ und Mumien von Guanajuato. Sie datieren in verschiedene Epochen von der Steinzeit bis in die Gegenwart und finden sich auf fast alle Kontinente.

Die Mumifizierung wird vom Menschen künstlich hergestellt. Dafür werden die Organe  entfernt und der Körper einbalsamiert. Am besten bekannt sind die ägyptische Leichen von Menschen und Tieren, auch wenn es in vielen anderen Kulturen ebenfalls Mumien gab: „xaxo“ auf den kanarischen Inseln, die in Ziegenfellen eingenäht wurden,  oder die in sitzender Position eingewickelte Menschen in Peru, oder auch die buddhistischen Mönche in Japan, die Selbstmumifizierung praktizierten. 

Mumien faszinieren noch heute, wie die Fülle an Romanen zeugt. 1827 erschien das Buch „The Mummy“ und diente als Vorlage für unzählige Verfilmungen, in denen Mumien auch Untote genannt werden. 

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Babymumie aus Peru – Archäologie-online.de

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