Beiträge mit dem Schlagwort: Reenactment

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Vermittlung

Unter Vermittlung verstehe ich jede Art Wissen zu vermitteln und dennoch auf einem wissenschaftlichen Niveau zu bleiben. Die Kunst besteht darin das fachliche Wissen der jeweiligen Zielgruppe anzupassen. Die Sprache und die Themen, die bei der Vermittlung verwendet wird, sollte ans Alter und dem Wissensstand der Zielgruppe so angepasst werden, dass der Inhalt gleich bleibt aber verständlicher vermittelt werden kann.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sein Wissen zu vermitteln: Vorträge, science slam , Rätselrallyes, Ausstellungen in Museen, Themenführungen durch Ausstellungen oder direkt auf einem Fundort und antike Kochkurse um nur einige zu nennen. Grössere Museen greifen öfters zu dieser Art Wissensvermittlung zurück, wie z.B. Carnuntum und seine Gladiatorenspiele. Hierfür werden reenactment Gruppen gebucht. Oder auch Kinderworkshops werden angeboten, um den Kleinsten auf spielerische Art Wissen weiterzugeben.

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Science Islam 2017 im Wiener Metropol

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Reenactment

Unter dem englischen Begriff Reenactment versteht man eine neue Inszenierung historischer Ereignisse. Diese Inszenierung oder Nachstellung sollte so authentisch wie möglich sein, also mit der passenden Kulisse, Bekleidung, Musik, Ausstattung usw… Üblicherweise werden konkrete Ereignisse aus der näheren Vergangenheit bis ins Mittelalter nachgespielt,  vereinzelt werden aber auch Episoden aus der Antike wieder zum Leben erweckt. Wichtig ist, dass Reenactment immer zeit- und ortsgebunden ist.

Der wissenschaftliche Ansatz spielt beim Reenactment eine zentrale Rolle: es geht hier wirklich darum eine Situation oder ein Ereignis aus der Vergangenheit so authentisch wie möglich durchzuspielen. Meistens sind es militärische Schlachten, die den Weg in die Öffentlichkeit finden, wie z.B die Schlacht gegen Napoleon bei Aspern.

Durchgeführt werden diese Reenactment durch Vereine, die sich zur Aufgabe gemacht haben die Geschichte wiedererlebbar zu machen. Sie werden teilweise auch für Dokumentarfilme oder von Museen gebucht,  um vor Publikum zu spielen.

Reenactment und experimentelle Archäologie (Link!) werden immer wieder zusammengebracht, da beide eine Platform für den Austausch von Erfahrungen und Experimente bieten. Im Gegensatz dazu gibt es auch noch die LARP (live Action role playing). Hier steht der Spaßfaktor im Vordergrund, die historische Authentizität allerdings nicht. Auch wenn die meisten Spiele auf historische Zeiten zurückgreifen,  werden sie mit viel Fantasy vermischt. Es handelt sich hier um Rollenspiele, wo jeder seine Figur zu einem größeren Thema selbst ausdenken kann.

Das älteste Reenactment führt ins Römische Reich zurück! Denn Schlachten wurden in Rom für die Bürger im Kolosseum nachgespielt, damit sie verstehen und mitbekommen, was in entfernten Provinzen gerade passiert. Auch im Mittelalter waren die Passionsspiele beliebt.

Reenactments werden nicht von allen Archäologen und Historiker gerne gesehen, da viele es als Spaß und unseriös ansehen. Dennoch hilft es einem breiten Publikum das Interesse und Verständnis für Geschichte und Ereignisse in der Vergangenheit erlebbar zu machen.

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Château de Montby (Frankreich) © Monamy

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