Z wie …

Zoologie

Die Archäozoologie beschäftigt sich mit der Studie („logos“) der alten („archaeos“) Tierknochen („zoon“), die bei Grabungen gefunden wurden. Unter Tierknochen verstehen wir alle Körperteile eines Tieres, also auch Zähne, Hörner und Knochen. Die Archäozoologie behandelt alle Tiere: Wirbel- und wirbellose Tiere, Insekten, Parasiten, Mollusken, Fische usw. Dank der Untersuchungen auf den Knochen können Informationen wie Tierarten und Verarbeitungsmethoden erforscht werden. Tierknochen werden vermehrt in und um Siedlungen gefunden, da sie als Speisenreste liegen gelassen wurden. In einem kultischen Rahmen können die Tierknochen auf Opfer oder Kultmahlzeiten gedeutet werden.

Lange wurden die Tierknochen in der Forschung nicht beachtet, bsd. in der klassischen Archäologie (= Griechen und Römer), die sich hauptsächlich mit Kunst beschäftigte. Mittlerweile wissen wir, dass die Studie der Knochen ein wichtiger Bestandteil der Archäologie geworden ist. Die Archäozoologie ist nicht mit der Paläontologie gleichzustellen, da letzteres nur fossilisierte Knochen bearbeitet.

Die Knochen werden gezählt, nach Tierart sortiert und dann qualitativ sortiert. Hier können bis zu komplette Skelette wieder zusammengesetzt werden. All diese Informationen können für die Domestikation aufschlussreich sein aber auch indirekt Auskunft über die Umwelt geben: welche Pflanzen wuchsen in der Umgebung und wie war das Klima in dieser Zeit.

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Tierknochen  © Monamy

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W wie …

 

Willendorf

Willendorf in der Wachau ist eine kleines Dorf in Niederösterreich im Bezirk Krems. Weltberühmt wurde das Dorf mit 154 Einwohnern (stand 01.01.2019) als 1908 eine 11 cm grosse Figurine bei Ausgrabungen entdeckt wurden. Die Venus von Willendorf! Sie ist nun im Naturhistorischem Museum in Wien zu sehen. Sie gilt als eine der schönsten Venus-Beispiele. Sie ist aus Kalkstein (Oolith aus der Nähe von Brünn) und war ursprünglich mit roter Farbe bedeckt. Die alten Methoden auf einer Grabung beinhalteten das Waschen der Funde mit Wasser. Bei dieser Methode gehen eventuelle Farben oder Farbspuren verloren. Außerdem wurden früher die Funde mit Schellak (Insektenharz) überzogen. Dies stört bei weiteren chemischen Analysen. Interessant ist, dass die Figurine symmetrisch ist, aber kein Gesicht und keine Füße hat. Die dünnen Arme liegen auf dicken Brüsten und die Oberschenkel sind sehr naturnah eingeritzt. 

 

In Europa wurden viele Frauenfiguren gefunden. Sie sind entweder aus Stein, Elfenbein oder auch aus Ton. Sie stammen alle aus der Steinzeit und genauer aus der letzten Eiszeit (ca. 20.000 v. Chr. bzw. Paläolithikum). Ihre Funktion ist noch nicht eindeutig geklärt. Dennoch gehen wir derzeit davon aus, dass sie als Fruchtbarkeitssymbol oder Muttergöttinnen zu deuten sind. Die meisten datieren in Die Zeit zwischen 28.000 und 12.000 v. Chr.. Die sind auf keinen Fall Gebrauchsgegenstände wie ihre männlichen Pendants. Diese Figurinen werden wegen ihrer Nacktheit und nicht in Anlehnung an die römische Göttin Venus genannt. Mittlerweile werden alle Frauenstatuen „Venus“ genannt, auch wenn sie bekleidet sind. 

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Venus von Willendorf – Monamy 2018

 

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V wie …

Vermittlung

Unter Vermittlung verstehe ich jede Art Wissen zu vermitteln und dennoch auf einem wissenschaftlichen Niveau zu bleiben. Die Kunst besteht darin das fachliche Wissen der jeweiligen Zielgruppe anzupassen. Die Sprache und die Themen, die bei der Vermittlung verwendet wird, sollte ans Alter und dem Wissensstand der Zielgruppe so angepasst werden, dass der Inhalt gleich bleibt aber verständlicher vermittelt werden kann.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sein Wissen zu vermitteln: Vorträge, science slam , Rätselrallyes, Ausstellungen in Museen, Themenführungen durch Ausstellungen oder direkt auf einem Fundort und antike Kochkurse um nur einige zu nennen. Grössere Museen greifen öfters zu dieser Art Wissensvermittlung zurück, wie z.B. Carnuntum und seine Gladiatorenspiele. Hierfür werden reenactment Gruppen gebucht. Oder auch Kinderworkshops werden angeboten, um den Kleinsten auf spielerische Art Wissen weiterzugeben.

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Science Islam 2017 im Wiener Metropol

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U wie …

Unterwasser Archäologie

Die Unterwasserarchäologie beschäftigt sich mit allen archäologischen Funden und Befunden, die unter Wasser gefunden werden. Unterwasser bedeutet auf dem Grund von Meeren, Seen und Flüssen, Brunnen und  Höhlen. Alles was unter Wasser gefunden wird (antike Schiffswracks und Ruinen) sind durch die UNESCO „Konvention zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser“ geschützt.

Um unterwasser arbeiten  und Forschungen betreiben zu können, gibt es zwei Methoden: Einerseits werden Archäologen zu Tauchern ausgebildet, die nicht nur unterwasser schwimmen sondern auch arbeiten können; und andererseits kann es sein, dass ein abgegrenztes Gebiet trockengelegt werden muss, um es besser und sinnvoller auszugraben und zu bergen. So wurde z.B. der bekannte Hafen von Haithabu trocken gelegt, um ein Handelsschiff zu bergen.

Außer im Falle von Plünderungen liefert ein sinkendes Schiff eine intakte Ladung. Keine andere Dokumentationsquelle kann ein so genaues Bild der Handelsströme aus der Antike oder neueren Perioden vermitteln.

 

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T wie …

T-Rex

T-Rex, der wohl bekannteste Dinosaurier, steht hier für alle Dinosaurier! Heute ein eher kurzer Beitrag, da wir Archäologen einfach keine Dinos ausgraben! Ich wollte es einfach mal los werden!!!!

Es gibt ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Archäologen Dinosaurier ausgraben – das machen wir nicht! Wir überlassen das den Paläontologen. Die Archäologie ist die Erforschung der menschlichen Vergangenheit (siehe dazu meinen Beitrag A wie Archäologie), und es besteht eine ungefähre Lücke von 64 Millionen Jahren zwischen dem Aussterben der Dinosaurier und der menschlichen Evolution.

Wer es auf eine musikalische Art erklärt bekommen möchte, der möge sich bitte folgen Song anhören: We don’t do dinosaurs

NoDinos

gefunden auf Pinterest

 

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S wie …

Scherben

Eine Scherbe ist ein Bruchstück eines Tongefässes. Eigentlich bezeichnet das Wort Scherbe nur den Bruch eines Keramikgegenstandes. Also ein Gefäß aus Ton oder Porzellan. Manchmal wird auch gebrochenes Glas als Scherbe angesehen. Scherben werden in Unmengen bei Ausgrabungen gefunden.

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Nach dem Waschen trocknen die Scherben in der Sonne (Sirkeli, Türkei) © Monamy

Der prähistorische Mensch hat seit dem Paläolithikum Terrakotta-Objekte für einen nicht-nutzbringenden Zweck geformt (Tierstatuetten wie Bären, Löwen, Nashörner, Pferde und Frauen, die als Venus bezeichnet werden), aber die Jägern und Sammlern in Asien begannen bereits damals, Keramik für das Kochen von Lebensmitteln zu formen, zehn Jahrtausende bevor die Landwirtschaft entstand, die traditionell mit der Neolithischen Revolution und der Notwendigkeit der Lagerung verbunden war.

Aufgrund ihrer Fülle und guten Erhaltung sind Scherben unverzichtbare Funde für die Datierung der archäologischen Befunde bzw. Schichten, von denen sie stammen. Sie sind auch Zeugen vieler menschlicher Aktivitäten, die wir parallel zu anderen Untersuchungsmethoden verstehen können.

Ziegel, Fliesen, Rohre, Geschirr, Amphoren, Gefäße, Urnen, Waagen, Öllampen, Skulpturen…. Keramik ist eines der häufigsten Materialien, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden. Keramik bricht leicht, so dass sie häufig ausgetauscht wurde. Die Scherben, praktisch unveränderlich, erreichen uns nahezu unversehrt, unabhängig von den Lagerbedingungen.

Diese Massen von Scherben, erfordern eine sehr strenge methodische Behandlung. Die Fragmente werden gewaschen, sortiert, inventarisiert, wieder zusammengesetzt, gezeichnet und untersucht. Die Formen der Keramik, die verwendeten Materialien, die Dekorationen und die Techniken variieren mit der Zeit und dem Ort. Die Formen lassen sich auch an sehr kleinen Fragmenten erkennen: Ihre Krümmung zeigt an, ob sie aus einem Krug, einem Topf oder einem Teller stammen.

Kanne

Fragment einer Kanne (Sirkeli, Türkei) © Monamy

Scherben bringen Glück! Aber nur den Archäologen…. 😉

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R wie …

 

Reenactment

Unter dem englischen Begriff Reenactment versteht man eine neue Inszenierung historischer Ereignisse. Diese Inszenierung oder Nachstellung sollte so authentisch wie möglich sein, also mit der passenden Kulisse, Bekleidung, Musik, Ausstattung usw… Üblicherweise werden konkrete Ereignisse aus der näheren Vergangenheit bis ins Mittelalter nachgespielt,  vereinzelt werden aber auch Episoden aus der Antike wieder zum Leben erweckt. Wichtig ist, dass Reenactment immer zeit- und ortsgebunden ist.

Der wissenschaftliche Ansatz spielt beim Reenactment eine zentrale Rolle: es geht hier wirklich darum eine Situation oder ein Ereignis aus der Vergangenheit so authentisch wie möglich durchzuspielen. Meistens sind es militärische Schlachten, die den Weg in die Öffentlichkeit finden, wie z.B die Schlacht gegen Napoleon bei Aspern.

Durchgeführt werden diese Reenactment durch Vereine, die sich zur Aufgabe gemacht haben die Geschichte wiedererlebbar zu machen. Sie werden teilweise auch für Dokumentarfilme oder von Museen gebucht,  um vor Publikum zu spielen.

Reenactment und experimentelle Archäologie (Link!) werden immer wieder zusammengebracht, da beide eine Platform für den Austausch von Erfahrungen und Experimente bieten. Im Gegensatz dazu gibt es auch noch die LARP (live Action role playing). Hier steht der Spaßfaktor im Vordergrund, die historische Authentizität allerdings nicht. Auch wenn die meisten Spiele auf historische Zeiten zurückgreifen,  werden sie mit viel Fantasy vermischt. Es handelt sich hier um Rollenspiele, wo jeder seine Figur zu einem größeren Thema selbst ausdenken kann.

Das älteste Reenactment führt ins Römische Reich zurück! Denn Schlachten wurden in Rom für die Bürger im Kolosseum nachgespielt, damit sie verstehen und mitbekommen, was in entfernten Provinzen gerade passiert. Auch im Mittelalter waren die Passionsspiele beliebt.

Reenactments werden nicht von allen Archäologen und Historiker gerne gesehen, da viele es als Spaß und unseriös ansehen. Dennoch hilft es einem breiten Publikum das Interesse und Verständnis für Geschichte und Ereignisse in der Vergangenheit erlebbar zu machen.

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Château de Montby (Frankreich) © Monamy

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Q wie …

Quellen

Woher wissen wir so vieles über unsere Vorfahren?  Quellen helfen uns in diesem Fall weiter. Was sind Quellen? Quellen sind „alle Texte,  Gegenstände oder Tatsachen,  aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen werden kann“. So definiert der deutsche Historiker Paul Kirns (1890 -1965) den Begriff Quelle  in seiner „Einführung in die Geschichtswissenschaft. Natürlich muss die Forschungsrichtung bzw. das Forschungstehema des jeweiligen Forschers berücksichtigen,  denn es können andere Definitionen hinzugefügt werden. Sekundärliteratur sind keine Quellen. Diese sind moderne Fachliteratur. Eine Quelle wäre z.B die Tontafel 4644 aus der Yale Babylonian Collection, worauf einige Rezepte aus der Zeit von Hammurabi zu lesen sind. Sekundärliteratur sind alle Abhandlungen zu dieser Tontafel wie Übersetzungen,  Kommentare oder Analysen zum Inhalt.

Für meinen Bereich der Essgewohnheiten in der Antike gibt es verschiedene Arten von Quellen: Texte und Inschriften für Mesopotamien und das Römische Reich (Rezepte oder sogar Kochbücher, Rationenlisten, Lieferlisten an den Palast,  usw…), archäologische Befunde wie Müllgruben (mit Essensreste oder Küchenabfälle), Kochinstallationen (Feuerstelle, Küchen usw…) oder Funde (zum Unterschied zwischen Funde und Befunde siehe meinen Beitrag zum Thema „Grabung) wie Töpfe (ganz oder zerbrochen), bildliche Darstellungen von Festen oder Essensszenen (Wandmalereien aus Pompeji oder die Wandreliefs in den assyrischen Palästen), Gefässe aber auch verkohlte Samenreste, die Dank der Archäobotanik analysiert werden können.

All diese Informationen aus verschiedenen Quellen ermöglichen uns mehr oder weniger genaueren Blick in antike Kochtöpfe werfen zu können!

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Gefangene bekommen Essen,  Neuassyrisches Reich

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P wie …

Pfahlbauten

Pfahlbauten sind Holzbauten, die auf Pfählen gebaut wurden.  Sie befinden sich in der Nähe von Flüssen oder Seen aber auch Sümpfe und Meere. Pfahlbauten kommen immer in Verbindung mit Wasser vor. Man kennt sie auch unter dem Begriff „Seeufersiedlung“ oder „Palafite“. 

Pfahlbauten gibt es seit der Steinzeit bis in die Gegenwart. Besonders im Alpenraum (Frankreich,  Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien) sind viele dokumentiert. Diese datieren in die die Zeit zwischen dem 5. und dem 1. Jh. v. Chr..  Heutzutage begegnet man sie eher in Südostasien, wo sie in Hotelanlagen oder als Restaurants zu sehen sind, oder in Südamerika und Neuguinea.

Die Pfahlbauten aus der Vor- und Frühgeschichte standen nicht im Wasser sondern in dessen unmittelbarer Nähe. Erst mit dem Anstieg des Wasserspiegels wurden sie überflutet. 

Warum wurde die Bauweise bevorzugt? Archäologen erkennen drei Gründe für diese Holzbauten:

  1. Die Bauten wurden in der Nähe von Wasser gebaut. Die Gefahr einer Überschwemmung waren Realität. Mit erhöhten Wohnbauten schützten die Menschen sich und ihre Güter.
  2. Die Menschen sammelten und produzierten lebensnotwendige Vorräte und Alltagsgegenstände. Besonders die Lebensmittel zogen Raubtiere an. Die Pfahlbauten waren ein Schutz vor Tieren,  die nicht durch einfache Leitern auf die erhöhten Plattformen steigen konnten.
  3. Diese einfachen Leitern bestanden meistens aus einem langen Stamm, in dem Einkerbungen für die Füße geschnitzt wurden. Auch für Menschen war der Weg hinauf nicht einfach. Wer keinen unerwünschten Besuch haben wollte,  konnte die Leiter einfach hinaufziehen. Die Pfahlbauten waren auch gegen benachbarten (eventuell verfeindeten) Menschen ein Schutz.

Die ersten Pfahlbauten wurden 1853 im Zürichersee entdeckt. 2011 wurden 111 steinzeitlichen Pfahlbausiedlungen aus der Schweiz,  Deutschland, Frankreich, Österreich, Italian und Slowenien auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes registriert. 56 fundorte liegen in der Schweiz! 

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Lac de Chalain © Monamy

Leider sind die Fundorte in Frankreich (lac de Chalain und lac de Clairvaux) nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Lediglich ein verrostete Schild weist auf eine steinzeitliche Siedlung hinter einem hohen Zaun hin.  Dafür kann ich das Pfahlbautenmuseum in Unteruhldingen am Bodensee jedem ans Herz legen. Die nachgebauten Häuser geben einen sehr guten Eindruck, wie sie damals errichten wurden.  In Österreich sind in Seewalchen, am Mondsee und am Attersee viele Stationen am Ufer mit Erklärungen für Besucher aufgestellt worden. Auch Taucher können unter Wasser zwischen nachgebauten Pfahlbauten schwimmen.

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Pfahlbauten in Unteruhldingen © Monamy

 

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O wie …

Obsidian

Obsidian ist ein glasartiges vulkanisches Gestein, das reich an Kieselsäure ist. Grau, dunkelgrün, rot oder schwarz, stammt es von einer sauren Lava.

Laut Plinius dem Älteren würde der Name von Obsius stammen, einer Person aus dem antiken Rom, die zum ersten Mal über die Anwesenheit dieses Gesteins in Äthiopien berichtete. Aber Philologen verbinden diesen Namen mit dem lateinischen „obsidio“, auf Deutsch „einkreisen“

Obsidian wurde in der Vorgeschichte zur Herstellung von Abschläge für Waffen und Werkzeuge verwendet. in der Steinzeit gibt es viele Spuren der Obsidianverwendung in Südeuropa, wo eine Form des Handels und des Transports von Stein aus den Vulkanen des heutigen Italiens entstanden ist. Obsidianwerkzeuge wurden bei Ausgrabungen, insbesondere in Südfrankreich, gefunden. Mit dem Aufkommen des Neolithikums im westlichen Mittelmeerraum vor 8.000 Jahren wurden Netzwerke des Austauschs zwischen den verschiedenen agropastoralen Gemeinschaften eingerichtet, die vier Jahrtausende lang aktiv blieben.

Für alle, die gerne die TV-Serie „Game of Thrones“ anschauen, der „Glasdrache“ bezieht sich auf Obsidian, um gegen die Weißen Wanderer zu kämpfen.

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